Max2Play
Multiroom

Restaurierung eines alten Dampfradios

26.03.2019

Max2Play Multiroomtolles Upcycling Projekt

Audio

Unser Traum wurde wahrwir besitzen ein altes Dampfradio 

Mit dem Max2Play Radio ging unser Traum nun in Erfüllung! Nach 21 Jahren wurde er wahr: Wir begannen mit der Restaurierung eines solchen Exemplars. Was uns dabei schnell klar wurde: Vom Prinzip her besitzen solche Dampfradios im ursprünglichen Zustand keine brauchbaren Eigenschaften. Das wollten wir ändern und nahmen uns ein Mende Radio aus dem Jahr 1940 vor. Als wir uns das Gehäuse ansahen, stellte sich schnell heraus, dass es sich optimal für ein LCD Touchdisplay eignete!

Die richtige Auswahlmusste getroffen werden

Alleine mit dem Touchdisplay war es natürlich nicht getan. Wir begaben uns somit auf die Suche nach dem richtigen System und einem verbesserten, technischem Innenleben unseres Dampfradios. Es sollte schließlich mehr können, als nur Musik abzuspielen. Daher haben wir uns das Max2Play, Volumio und Run Audio genauer angesehen. Letzteres kam für unsere Pläne nicht mehr in Frage, aufgrund fehlender Funktionalität und anderer diverser Gründe. Auch das Modell Volumino haben wir nicht mehr in Betracht gezogen. Für unsere Empfindung fehlt es hier an einigen Features. Obwohl alle Einstellmöglichkeiten vorhanden waren, haben wir uns letztendlich doch dagegen entschieden. Unsere Wahl fiel am Ende auf das Modell Max2Play.

Die Entscheidungunsere ersten Arbeiten konnten starten

Sehr nette Mitarbeiter haben uns über eine Stunde lang beraten und unseren Entschluss bestärkt. Es handelte sich hier um eine Leipziger Firma, wodurch sich die Beratung durchaus einfacher gestaltete! Wer möchte schon mit solchen Sätzen konfrontiert werden, wie zum Beispiel: “So, Joe you just need to import the settings from an TFTP server and adjust via console in the opt directory where the application should be installed if you did all right in point 4.“ Max2Play stellt fertige Images zur Verfügung. Aufgrund einer Menge einfacher und toller Anleitungen ist das Bespielen der SD-Karte kein Problem. Wir persönlich bevorzugen die Anleitung „etcher“. Anschließend wird die Karte in den Raspi gesteckt und los geht es! Zudem fanden wir besonders gut, dass M2P direkt auch einen 7″-Touchscreen unterstützt.

Nun wurde es spannend. Die ersten Schritte waren getan und der Probelauf auf dem Labortisch verlief erfolgreich. Das erste Ziel war erreicht! Nun ging es an die handwerklichen Arbeiten, sprich: Die Säge musste ran!

 

Erster Probelauf Max2Playverlief erfolgreich

Nachdem die Platte für die Technik in das Gehäuse angepasst wurde, widmeten wir uns als Nächstes dem Ausschnitt für das Display. Dann folgte der grobe Testlauf von Max2Play, um festzustellen, ob alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten. Letztendlich kamen noch die Aussparungen für die Lautsprecher dazu. Nach eingehender Betrachtung kamen wir zu dem Resultat: Ergebnis als gut befunden! Im Großen und Ganzen war das System nun bereits funktionsfähig!

Nun begannen die Innenarbeitenmit ungewöhnlichen Arbeitsmitteln

Wie man hier anhand des Bildes erkennen kann, drückt das Bügeleisen direkt auf das Holz, damit der Leim gut anzieht. Wir haben nur Massivholz bzw. eine verleimte Platte verarbeitet. Spanplatten halten wir für die Durchführung von qualitativ hochwertigen Arbeiten als ungeeignet.

Bei vielen älteren Radios saß die Technik auf einem Aluminiumträger, der das Gehäuse nach unten abschloss, daher waren sie dort offen. Bei diesem Modell war das schon nicht mehr der Fall.

Als weiteres Highlight sollte das Radio jetzt noch einen beleuchteten Einschalter erhalten! 




 

HiFiBerry AMP2

Hier sieht man den HiFiBerry Amp2, der genug Power für die 87 mm Clarion-Lautsprecher liefert. Man möchte ja schließlich klangmäßig auch etwas erleben! Die Innenarbeiten waren so weit abgeschlossen, nun folgte die Anbringung des Bespannstoffes sowie die Außenaufbereitung.

Der technische Funktionstest war erfolgreichnun widmeten wir uns dem Gehäuse

Die Reinigung des Radios erfolgte mit ausreichend Schmierseife. Die sichtbaren Kratzer haben wir mit farbigem Wachs behandelt und am Ende mit einer sehr dünnen Schicht Schellack versiegelt. Es sieht zwar nicht aus wie neu, aber das war ja auch nicht Sinn der Sache. In der Zwischenzeit bekam die Trägerplatte zudem einen neuen Bespannstoff.  
 

Abschlußarbeitenvor dem Finale

Es wurde eine Platte eingepasst und das Netzteil gesetzt. Fertig war das neue Radio, oder wohl besser gesagt: Der neue Multiroomserver mit externem USB-Anschluss, um ein Handy zu laden oder um einen Stick mit Musik, Videos etc. einzulesen. Dem aufmerksamen Beobachter ist es sicher nicht entgangen, dass wir inzwischen noch einen Lautstärkeregler eingebaut haben. Somit sind alle Öffnungen des Radios sinnvoll genutzt! Er macht aus alten Android Geräten gute Boom Clients für Logitech Media Server.

Das tolle Ergebnis!

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